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////////// Biodiversität //////////

Ein regionales Projekt zum UNO-Jahr der Biodiversität 2010

Passend zum UNO-Jahr der Biodiversität befasst sich der erste Ostschweizer Filmwettbewerb mit diesem immer wichtigeren Thema. Biodiversität bedeutet “biologische Vielfalt” oder “Vielfalt des Lebens”.

Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen gehören dazu, Ökosysteme und Landschaften – aber auch wir Menschen. Wo viele verschiedene Organismen zusammen vorkommen, ist die Biodiversität gross. Wo sie alle sehr ähnlich sind, ist die Biodiversität gering.

Eine grosse biologische Vielfalt ist der Indikator für eine gesunde Umwelt.  Um Biodiversität zu messen, betrachten wir sie auf drei verschiedenen Organisationsstufen: als Vielfalt der Gene, als Vielfalt der Arten, und als Vielfalt der Lebensräume.  

Biodiversität

Biodiversität ist die Grundlage allen Lebens. Sie bietet Schutz, Ernährung und Erholung. Eine reichhaltige Biodiversität sichert uns Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf neue Heraus-forderungen wie den Klimawandel.

Die Werte der Biodiversität
Die Biodiversität umfasst die genetische Vielfalt, die Artenvielfalt und die Vielfalt der Ökosysteme wie Wälder, feuchte Zonen oder Gebirge. Sie ist über Millionen von Jahren entstanden und bildet unser gemeinsames Erbe sowie die wichtigste Lebensgrundlage des Menschen.

Der nachhaltige Umgang mit der biologischen Vielfalt ist für die Ernährungssicherung, die Erhaltung intakter Lebensräume, die Gesundheit, die Umwelt und ein stabiles Klimas unerlässlich.

Der andauernde Bevölkerungsdruck kombiniert mit unserer Lebensweise gefährdet hingegen diese Biodiversität und folglich auch die Lebensgrundlage des Menschen.

Countdown 2010

Weltweit sind Tausende von Tier- und Pflanzenarten gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits verschwunden. Um Gegensteuer zu diesem dramatischen Artenschwund zu geben, wurden verschiedene internationale Abkommen abgeschlossen, so z.B. am 5. Juni 1992 anlässlich der UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Bio-diversitätskonvention). Im Jahr 2002 haben die Vertragsstaaten der
Konvention beschlossen, dass der Verlust der weltweiten Artenvielfalt und Ökosysteme bis 2010 deutlich gesenkt werden muss. Die EU hat sich darüber hinaus vorgenommen, diesen Verlust ganz zu stoppen.

Auch die Schweizerische Bundesversammlung genehmigte diese Konvention am 28. September 1994. An verschiedenen weiteren internationalen Konferenzen (u.a. Ministerkonferenz «Umwelt
für Europa» in Kiew im Mai 2003 und in Bonn 2008) bekräftigte die Schweiz nochmals ihre Absicht, den Verlust an Biodiversität ganz zu stoppen.

Auf europäischer Ebene wurde im Jahr 2004 von den Mitgliedern der “World Conservation Union” (IUCN) der Aktionsplan “Countdown 2010″ lanciert. Dieser hat das Ziel, die Bemühungen um konkrete Massnahmen zum Schutz der Biodiversität voranzutreiben.

Auch in der Schweiz engagieren sich die national tätigen IUCN Mitglieder für die Initiative “Countdown 2010″. Koordiniert werden die Aktivitäten durch das schweizerische Forum Biodiversität. Die Erklärungen und Versprechen des Bundes dürfen keine leeren Worthülsen bleiben! Um die biologische Vielfalt auch lokal zu thematisieren, planen verschiedene regionale naturkundliche und Umweltorganisationen ein koordiniertes Projekt im Jahr 2010.